LUNGENKREBS BEI NICHT-RAUCHERN: US-STUDIE HAT OBST UND GEMüSE IN VERDACHT - AUS DIESEM GRUND

Eine Studie zum Thema "Lungenkrebs" sorgt für Aufsehen. Ist der Griff ins Gemüsebeet wirklich gefährlicher als der zur Zigarette? Wir klären auf, was dahinter steckt.

Forscher der University of Southern California haben im Rahmen einer jährlichen Wissenschaftskonferenz die Ergebnisse ihrer Forschungen zum Thema "Lungenkrebs" präsentiert. Laut den Forschenden seien junge, nicht-rauchende Menschen, die eine größere Menge an gesunder Nahrung zu sich nehmen stärker von Lungenerkrankungen betroffen, als die Allgemeinbevölkerung.

Die Daten beziehen sich laut Healthline auf Menschen der USA und die Wissenschaftler selbst räumen ein, dass die Stichprobengröße (187 Probanden) zu klein war, um eine definitive Aussage treffen zu können. Die Studie verweise viel mehr auf ein anderes Problem und werfe neue Fragen bezüglich der Pestizidbehandlung von Nahrungsmitteln auf. Bereits in vergangenen Studien wiesen Feldarbeiter, die Pestiziden ausgesetzt waren, eine erhöhte Lungenkrebsrate auf.

Pestizide könnten der Grund sein

Die Wissenschaftler selbst sehen diese Ergebnisse als besorgniserregend an und fordern mehr Forschung zu dem Thema. Besonders eine Untersuchung von diesen jungen, nicht-rauchenden aber an Lungenkrebs erkrankten Menschen auf Pestizid-Rückstände im Blut sei interessant.

Es ist bekannt, dass einige Pestizide karzinogen (krebserregend) sind, wenn sie in erhöhter Dosis vom Menschen aufgenommen werden. Wesentlich unbekannter ist die Tatsache, dass es bei solchen Stoffen nicht nur um die Aufbringung geht, sondern auch um eine sogenannte Bioverfügbarkeit. Also die Art und Weise, wie der Körper Stoffe umsetzt und verwertet. Die bloße Tatsache, dass wir einem Stoff ausgesetzt sind (Exposition), bedeutet nicht automatisch eine Gefahr – es kommt auf die Dosis und die Aufnahme an.

Darüber hinaus wird innerhalb der EU streng kontrolliert, dass Lebensmittel spezifische Pestizid-Grenzwerte nicht überschreiten. Die sonst so stark kritisierte Bürokratie und Penibilität der EU ist hier definitiv ein Vorteil für die Verbraucher.

Das könnt ihr tun, wenn ihr Pestizide vermeiden wollt

Wascht euer Gemüse und Obst! Egal ob Bio oder konventionell erzeugt, Reste von Pestiziden oder anderen Verunreinigungen und Bakterien können sich immer auf der Oberfläche befinden. Wenn ihr die Möglichkeit habt, sucht euch eure Bauern selbst aus und fragt nach, welche Pestizide zum Einsatz kommen und sucht euch gegebenenfalls Bio-Bauern, die komplett auf Pestizide verzichten. Die Kür bildet allerdings der eigene Garten. Nichts schmeckt besser, als die selbst geerntete Erdbeere. Also Nein, euer Gemüse ist nicht krebserregnder als eine Zigarette.

2026-05-03T07:28:22Z