Ernährung
Mediziner warnen schon seit Jahren davor: Ein Fehler beim Kochen kann nicht nur das Gericht ruinieren, sondern auch der Gesundheit schaden.
Bewusste Ernährung kann auf lange Sicht viel zur Fitness und Gesundheit des Körpers beitragen. Ärzte und Ernährungswissenschaftler empfehlen vor allem vielseitige Gerichte mit viel Gemüse, „guten“ Kohlenhydraten aus Vollkorn oder Hülsenfrüchten und wenig Zucker oder Fett. Doch selbst, wenn man gesunde Lebensmittel verwendet, kann einem beim Kochen ein Fehler passieren.
Für manche ist es schon fast ein Reflex: Wenn das Essen auf den Tisch kommt, greift man direkt zum Salz. Eine Prise mehr oder weniger kann ja nicht schaden. Oder doch? Die WHO (World Health Organisation) empfiehlt für Erwachsene eine Menge von maximal 5 g pro Tag, die Hälfte des eigentlichen Konsums. Der Medizinprofessor Joachim Hoyer geht sogar noch weiter: „Wir könnten mit einem Gramm Salz pro Tag auskommen, essen aber etwa zehn Gramm.“ Beim übermäßigen Konsum erhöht sich das Risiko für Herzerkrankungen und Schlaganfälle. Deshalb sollte man beim Kochen besonders aufpassen, wie viel Salz in den Topf kommt (via Saarbrücker Zeitung).
Wer seinen Salzkonsum regulieren will, sollte direkt in der eigenen Küche anfangen. Beim Kochen sollte man in kleinen Schritten salzen und das Gericht immer wieder abschmecken, um die richtige Menge zu finden. Dabei gilt: weniger ist mehr. Nachsalzen ist meist einfacher. Ein versalzenes Gericht zu retten, ist nicht so einfach. Saucen und Suppen kann man mit Flüssigkeiten strecken, doch bei zu salzigen Nudeln oder Kartoffeln muss man auf neutrale Beilagen oder Säure zurückgreifen, um den Salzgeschmack auszugleichen (via Öko-Test).
Zusätzlich sollte man bei den Zutaten aufpassen. Viele verarbeitete Lebensmittel wie Käse, Wurst oder sogar Brot enthalten bereits große Mengen an Salz. Bei einer einfachen Carbonara-Sauce sind die beiden Hauptzutaten, der Guanciale-Speck und der Parmesan, sehr salzig. Die Nudeln können beim Kochen daher nur ganz leicht gesalzen werden. Besonders bei Fertigprodukten wie Pizza, aber auch frische Salate oder Sandwiches können hohe Mengen an Salz enthalten (via Ärzteblatt). Es empfiehlt sich daher, immer auf die Verpackung zu schauen und ggf. weniger salzhaltige Lebensmittel einzukaufen. Alternativ kann man auch zu anderen Gewürzen greifen.
So ganz ohne Salz sollte man allerdings auch nicht kochen. Einerseits schmeckt das Essen dann langweilig, andererseits benötigt unser Körper eine gewisse Mindestmenge an Salz, um den Wasserhaushalt zu regeln. Nur eben nicht zu viel des Guten. Die Reduzierung des Salzgehalts ist für die Lebensmittelhersteller freiwillig. Deshalb forderten einige Politiker ein gesetzliches Salz-Limit.
2026-05-04T13:59:58Z